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10 // WASSER

Das Salz von heute heißt Wasser

1930 marschierte ein Mann 390 Kilometer zum Meer, um ein Salzmonopol sichtbar zu machen. Heute geht es um Wasser aus der Flasche: In Frankreich laufen Ermittlungen gegen einen Mineralwasser-Riesen. Warum der Wasserhahn dein Dandi ist.

Quellwasser fließt aus bemoostem Fels in ein Steinbecken, daneben ein Metallbecher

1930 marschierte Gandhi vom Ashram bei Ahmedabad rund 390 Kilometer zum Meer bei Dandi. Er protestierte gegen die britische Salzsteuer und das Monopol auf ein Lebensmittel, das jeder braucht. Am Ziel hob er eine Handvoll Salz auf, und das Bild ging um die Welt.

Heute ist Wasser so ein Grundbedürfnis. In Frankreich laufen Ermittlungen gegen einen der größten Mineralwasser-Anbieter. Der Konzern räumte 2024 ein, bei Mineralwasser verbotene Filter und UV-Behandlung eingesetzt zu haben, und zahlte zwei Millionen Euro, um ein Verfahren zu vermeiden. Ein Senatsbericht warf dem Staat später Vertuschung vor, 2025 und 2026 gab es Razzien. Das Unternehmen sagt, die Verfahren dienten der Lebensmittelsicherheit, und erklärt, es arbeite mit den Behörden zusammen. Der Vorwurf lautet auf Täuschung der Verbraucher, nicht auf erwiesene Gesundheitsschäden.

Was bleibt dir? Wasser aus der Leitung, ein guter Filter, Regenwasser für den Garten, wo erlaubt ein eigener Brunnen. Nicht aus Wut, sondern weil Unabhängigkeit bei dem anfängt, was in dein Glas kommt. Das ist legal, billig und Gandhis Prinzip: Ein Monopol verliert seine Macht, wenn du es nicht mehr kaufst.

Quellen: SRF, foodwatch, Water News Europe, AFP (Stand 2026). Es gilt die Unschuldsvermutung.

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